Die LivingKitchen in Köln bleibt Chefsache

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Die LivingKitchen in Köln bleibt Chefsache

Category : Allgemein

Anfang letzter Woche trafen sich die Vorstände des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V.), Herford, zu ihrer Herbstsitzung bei der Ballerina-Küchen H.-E. Ellersiek GmbH in Rödinghausen.

Unter Leitung von ALNO-CEO Max Müller, der den kurzfristig verhinderten VdDK-Vorsitzenden Stefan Waldenmaier vertrat, standen die Themen LivingKitchen 2015, die Zukunftsinitiative Möbellogistik (Zimlog) sowie technische und normative Belange im Fokus des Meetings.

Für kleine Aussteller immer ein offenes Ohr

Unter Tagesordnungspunkt 1 beantworteten Arne Petersen und Eike Fuchs von der Koelnmesse, dem Vorstand des VdDK Fragen zum Status der LivingKitchen 2015. Wichtige Botschaft von Arne Petersen, der seit dem 01.08.2014 als Geschäftsbereichsleiter Messemanagement in Köln agiert: Die LivingKitchen bleibt weiter „Chefsache“. Das heißt, Koelnmesse-CEO Gerald Böse kontrolliert – wie bisher – alle Aktivitäten um den Kölner Küchenevent persönlich.

Für die kommende Messe im Januar 2015 sind die Hallen 4.1, 4.2 sowie 5.2 mit insgesamt 42.000 qm Standfläche vollständig gebucht. Die Qualität der Aussteller, so die Veranstalter, sei als hoch zu bewerten. Befürchtungen, die Elektrogerätebranche könne insbesondere kleine Küchenhersteller dominieren, habe Projektleiter Eike Fuchs weitgehend zerstreuen können.

Internationales Messenetzwerk der Kölnmesse nutzen

Die grundlegenden Messeziele – nicht nur für das Event 2015 – sind klar fokussiert: mehr Fachbesucher, vor allem aus dem Ausland, mehr Aussteller aus Asien (China!), Ost- und Mitteleuropa, Russland, Indien und der Türkei, gezielte Markenkommunikation im Ausland, breite Öffentlichkeitsarbeit und Werbung über alle Kanäle. Besonders zielführend, das betonten die Vertreter der Koelnmesse, sei der prosperierende Zuwachs abgerufener Eintrittsgutscheine über die ausstellenden Firmen.

Aktuell haben sich 170 Aussteller angemeldet, davon 20 Neukunden aus Brasilien, China, Litauen, Slowenien und den USA. Das Fernbleiben einzelner deutscher Küchenhersteller werde vom VdDK wie auch der Koelnmesse gleichermaßen bedauert.

In der Aussprache verwies Ballerina-Boss Heinz-Erwin Ellersiek auf die besonderen Verdienste der Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile für den „sehr kurzfristig erreichten Markterfolg der LivingKitchen“.

Dennoch gelte es zu bedenken, dass nur die Präsenz aller deutschen Küchenmöbelhersteller in Köln die Branche gerade international stärke – auch wenn ein direkter Umsatzschub durch die LivingKitchen unmittelbar nicht zu erwarten sei.

Dieser Zwiespalt, so Ellersiek, sorge immer wieder für Diskussion bei den jährlichen Budgetgesprächen in den Unternehmen.

In einem zweiten Sitzungsschwerpunkt kam die Initiative „Zimlog“ zur Diskussion. Verbandsmitarbeiter Andreas Ruf stellte heraus, wie seit einem ersten Rundtisch-Gespräch bei einem Fachverlag das Themenfeld Logistik inzwischen in der Branche an Fahrt gewonnen habe. Hinter den Schlagworten „Rampe“, „Nachtlieferung“, „Fahrerexodus“ und Online-Geschäft offenbare sich gewaltiger Handlungsdruck, der in der Projektstruktur von ZIMLog seinen Niederschlag findet.