Author Archives: mastertango

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Miele: Erstmals Nummer eins im Küchen-Fachhandel

Category : Herstellernews

Der Gütersloher Hausgeräte-Produzent Miele & Cie. hat sein Geschäftsjahr 2015/2016 (30.06.) mit einem Umsatzplus von 6,4 Prozent auf 3,71 Mrd. Euro abgeschlossen. Man habe es erneut geschafft, „über alle Konjunktur-Zyklen hinweg stetig und nachhaltig zu wachsen“, so die derzeit sechsköpfige Geschäftsleitung. Und es sei ein rein organisches Wachstum gewesen, „also ohne Zukauf anderer Hersteller oder Marken und ohne fremdes Kapital“.

Dies sei umso höher zu bewerten, als die weltweiten Rahmen-Bedingungen „nicht gerade für Rückenwind gesorgt“ hätten, z.B. im arabischen Raum, in Russland und der Türkei, ebenso die Entwicklung der Wechselkurse. Herausfordernd habe sich auch der preisaggressive Auftritt namhafter Wettbewerber gestaltet.

In Deutschland hat Miele 1,1 Mrd. Euro Umsatz erzielt, ein Plus von 6,9 Prozent. Damit sei man nicht nur im Elektro-Fachhandel wieder umsatzstärkste Marke für Haushalts-Großgeräte, sondern erstmals auch im Küchen-Fachhandel die Nummer eins.

Der Export hat um 6,3 Prozent zugelegt, vor allem in die USA, Australien, Großbritannien und China. In Russland hat Miele trotz politischer Instabilität und Währungsverfall das Umsatz-Niveau in Landeswährung gehalten. In Südeuropa verfestige sich der Aufwärtstrend trotz anhaltender Schuldenkrise. Infolge des überproportionalen Wachstums in Deutschland ist der Auslandsanteil am Umsatz von 70,3 auf 70,1 Prozent leicht gefallen.

Die Investitionen betrugen 184 Mio. Euro, das sind 34 Mio. Euro oder 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das Geld ist in neue Baureihen, in die Fertigungs-Standorte und den Standort Gütersloh geflossen, wo das Warenverteil-Zentrum, das neue Ersatzteil-Lager sowie ein neuer Bürotrakt entstanden sind. Neue oder grundlegend umgestaltete Showrooms eröffnete Miele in Peking, New York, Miami, Johannesburg, Vilnius, Bukarest, London und Vancouver.

Für das neue Geschäftsjahr ist die Miele-Führung „zurückhaltend optimistisch“. Dies geschehe mit Hinweis auf die politischen und ökonomischen Krisenherde der Welt und das „Brexit“-Votum. Trotzdem gehe man bei Umsatz, Stückzahlen und Marktanteilen von weiterem Wachstum aus, ohne dies aber näher zu quantifizieren.
Miele Küchengeräte


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Alno: eine Stufe mehr bei Qualitätssicherung

Category : Allgemein , Küchentrends

Die Alno AG will ihre Qualitätsoffensive über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg forcieren: Mit der Einrichtung einer zusätzlichen Qualitätsstufe will das Unternehmen die Qualitätssicherung über die Produktion hinaus bis zur Küchenmontage beim Kunden ausweiten. Dazu soll an neu eingerichteten sogenannten „Quality-Gates“ im Pfullendorfer Werk jedes einzelne Küchenmöbel digital erfasst werden.
„Unser werksinterner Prüfungsprozess, der die Wertigkeit der Materialien und Qualität der Komponenten garantiert, lässt sich künftig bis zur Montage der Küchen vollständig digital nachverfolgen“, erläutert Edwin Ibele, Leiter Qualitätslenkung im Alno-Werk Pfullendorf. Nach einer Testphase, die im Mai erfolgreich abgeschlossen werden konnte, werde nun die zusätzliche Qualitätsstufe im Juni auf die gesamten Produktionslinien erweitert.

Die Entwicklung und Implementierung der zusätzlichen Qualitätsstufe bei Alno sei Teil der konzernweiten Qualitätsstrategie. Alno-Vorstand und Chief Operating Officer (COO) Frank Wiedenmaier erläutert: „Die hohen Standards unserer Produktionsprozesse leisten einen wichtigen Beitrag dabei, das einzulösen, wofür wir stehen: Innovationskraft, außergewöhnliches, eigenständiges Design und höchste Qualität made in Germany“.

Alno Küchen


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Mozilla: Project SmartKitchen NEWS

Category : Allgemein , Küchentrends

Mozilla: „Project SmartKitchen“

Mozilla – bekannt durch den Web-Browser „Firefox“ – will laut einem Blogeintrag des Unternehmens mit „Project SmartKitchen“ in den Smart Home-Bereich vorstoßen. Mozilla sieht den Bedarf einer vernetzten Küche vor allem an diesem Problem: Nach der Arbeit fragten sich viele, was es eigentlich zum Abendessen gäbe
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Mittels Bilderkennung und einer Art Barcode-Scanner soll das System jederzeit auf den Kühlschrank, die Speisekammer oder -schränke zugreifen können. So erfasse das Projekt SmartKitchen laut Mozilla „sämtliche in der Küche vorhandenen Zutaten“ und könne dank Rezeptbuch entsprechende Vorschläge liefern. Die komplette Smart-Kitchen-Technik solle dabei quelloffen bleiben. Auf einem Board stellt Mozilla auch den Fortschritt des Projekts dar – danach seien drei Prototypen des Kühlschranks schon gebaut worden.

Smart Home ist eines der großen Trendthemen der letzten Jahre – und viele namhafte Hersteller wie Microsoft, Google, Apple, LG und Samsung kommen mit neuen Smart Home-Systemen oder -Ideen auf den Markt. So hatte auch Google unlängst mit dem Tochterunternehmen Nest seine Fühler in Richtung Smart Home ausgestreckt und präsentierte Mitte 2015 mit Project Brillo ein spezielles Android-System, das Toaster, Kaffeemaschinen und andere Haushaltsgeräte miteinander vernetzen soll – und mit Weave gibt Google den Entwicklern auch gleich das passende Protokoll zur Hand.

Viele Hersteller auch unserer Branche bieten bereits smarte Elektro-Geräte an. Dazu zählen etwa Kühlschränke/Backöfen von Bosch (Bosch Home Connect) und General Electronics (Profile) oder AEG sowie verschiedene Siemens-Hausgeräte und mehrere Waschmaschinen. Bereits 1998 präsentierte Miele unter dem Namen „InfoControl“ seine ersten vernetzten Hausgeräte. Einige Jahre später folgte die Anwendung „SuperVision“, bei der das Backofendisplay als Beobachtungsposten für angeschlossene Geräte in Küche und Waschkeller dient. Mit der Integration in Bussysteme und der Gerätesteuerung über Touchdisplay stehen seit 2008 High-End-Lösungen für exklusive Immobilien zur Verfügung. Zeitgleich führte Miele das automatische Zusammenspiel von Kochfeld und Dunstabzugshaube („Con@ctivity“) ein.

Zu den Geräten gibt es jeweils eine eigenständige Steuerungs-App, mit der man etwa den Backofen vorheizen oder unterwegs die Waschmaschine starten kann. Hierfür greifen fast alle Hersteller auf das WLAN-Heimnetzwerk zurück.

Modzilla SmartKitchen


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Die LivingKitchen in Köln bleibt Chefsache

Category : Allgemein

Anfang letzter Woche trafen sich die Vorstände des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V.), Herford, zu ihrer Herbstsitzung bei der Ballerina-Küchen H.-E. Ellersiek GmbH in Rödinghausen.

Unter Leitung von ALNO-CEO Max Müller, der den kurzfristig verhinderten VdDK-Vorsitzenden Stefan Waldenmaier vertrat, standen die Themen LivingKitchen 2015, die Zukunftsinitiative Möbellogistik (Zimlog) sowie technische und normative Belange im Fokus des Meetings.

Für kleine Aussteller immer ein offenes Ohr

Unter Tagesordnungspunkt 1 beantworteten Arne Petersen und Eike Fuchs von der Koelnmesse, dem Vorstand des VdDK Fragen zum Status der LivingKitchen 2015. Wichtige Botschaft von Arne Petersen, der seit dem 01.08.2014 als Geschäftsbereichsleiter Messemanagement in Köln agiert: Die LivingKitchen bleibt weiter „Chefsache“. Das heißt, Koelnmesse-CEO Gerald Böse kontrolliert – wie bisher – alle Aktivitäten um den Kölner Küchenevent persönlich.

Für die kommende Messe im Januar 2015 sind die Hallen 4.1, 4.2 sowie 5.2 mit insgesamt 42.000 qm Standfläche vollständig gebucht. Die Qualität der Aussteller, so die Veranstalter, sei als hoch zu bewerten. Befürchtungen, die Elektrogerätebranche könne insbesondere kleine Küchenhersteller dominieren, habe Projektleiter Eike Fuchs weitgehend zerstreuen können.

Internationales Messenetzwerk der Kölnmesse nutzen

Die grundlegenden Messeziele – nicht nur für das Event 2015 – sind klar fokussiert: mehr Fachbesucher, vor allem aus dem Ausland, mehr Aussteller aus Asien (China!), Ost- und Mitteleuropa, Russland, Indien und der Türkei, gezielte Markenkommunikation im Ausland, breite Öffentlichkeitsarbeit und Werbung über alle Kanäle. Besonders zielführend, das betonten die Vertreter der Koelnmesse, sei der prosperierende Zuwachs abgerufener Eintrittsgutscheine über die ausstellenden Firmen.

Aktuell haben sich 170 Aussteller angemeldet, davon 20 Neukunden aus Brasilien, China, Litauen, Slowenien und den USA. Das Fernbleiben einzelner deutscher Küchenhersteller werde vom VdDK wie auch der Koelnmesse gleichermaßen bedauert.

In der Aussprache verwies Ballerina-Boss Heinz-Erwin Ellersiek auf die besonderen Verdienste der Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile für den „sehr kurzfristig erreichten Markterfolg der LivingKitchen“.

Dennoch gelte es zu bedenken, dass nur die Präsenz aller deutschen Küchenmöbelhersteller in Köln die Branche gerade international stärke – auch wenn ein direkter Umsatzschub durch die LivingKitchen unmittelbar nicht zu erwarten sei.

Dieser Zwiespalt, so Ellersiek, sorge immer wieder für Diskussion bei den jährlichen Budgetgesprächen in den Unternehmen.

In einem zweiten Sitzungsschwerpunkt kam die Initiative „Zimlog“ zur Diskussion. Verbandsmitarbeiter Andreas Ruf stellte heraus, wie seit einem ersten Rundtisch-Gespräch bei einem Fachverlag das Themenfeld Logistik inzwischen in der Branche an Fahrt gewonnen habe. Hinter den Schlagworten „Rampe“, „Nachtlieferung“, „Fahrerexodus“ und Online-Geschäft offenbare sich gewaltiger Handlungsdruck, der in der Projektstruktur von ZIMLog seinen Niederschlag findet.